Kleines logopädisches Wörterbuch


 
 
D...  
     
     
Deklination   grammatische Veränderung eines Wortes (Substantiv, Nomen) nach Kasus, Genus, Numerus
     
Demenz   fortschreitender geistiger Abbau durch Krankheits− oder Rückbildungsvorgänge im Gehirn
     
dental   die Zähne betreffend; im Zusammenhang mit der Artikulation bezeichnet dental die Zungenposition z.B. addental (an den Zähnen liegend) oder interdental (zwischen den Zähnen liegend)
     
Dentition   Zahndurchbruch zum Milch− oder Dauergebiss
     
Deprivation   gehabter und erlebter Mangel
     
dexter   rechts
     
Diagnose   Befund, Ergebnis einer Untersuchung
     
Diagnostik  
Durchführung einer Untersuchung zur Erlangung eines Befundes
     
Diaphragma   Zwerchfell
     
Diastema   Lücke zwischen den oberen Schneidezähnen
     
dichotisch   beidohrig
     
Differentialdiagnose   Abgrenzung und Unterscheidung zu anderen ähnlichen Krankheitsbildern
     
Diskrimination   Unterscheidung
     
Diskrimination, auditive   lautliche Unterscheidung von Gehörtem
     
Disposition, familiäre   Veranlagung innerhalb einer Familie
     
dominante Hemisphäre   stärker ausgebildete Hirnhälfte, die für sprachliche Leistungen zuständig ist
     
Dysakusie   subjektive fehlerhafte Empfindung von Schallereignissen; Tinnitus
     
Dysarthrie/Dysarthrophonie   Störung des Sprechens und der Stimme aufgrund von Schädigungen zentraler Bahnen und Kerne, mitunter ist auch die Atmung betroffen. Ursachen sind Geburtstraumen, Entzündungen des Gehirns und seiner Hirnhäute, Durchblutungsstörung, Tumore, Schädel-Hirn-Traumen, hirnatrophische Prozesse
     
Dysfunktion   Funktionsstörung, Fehlfunktion
     
Dysglossie   Störung der Lautbildung aufgrund pathologischer Veränderungen an den Sprechwerkzeugen
     
Dysgnathie   Zahn− und/oder Kieferfehlstellung
     
Dysgrammatismus   Störung der Fähigkeit, Gedanken durch deklinatorisch und konjugatorisch richtig gebrauchte Wörter auszudrücken: Ich geesst hab = Ich habe gegessen, viel Vogels = viele Vögel
     
Dysgraphie   Störung des Schreibens ohne Lesestörung
     
Dyslalie   Fehlerhafte Bildung eines Lautes. Ein Laut kann betroffen sein (partielle Dyslalie), mehrere Laute sind betroffen (multiple Dyslalie), fast alle Laute sind betroffen (universelle Dyslalie).
Beispiele:
Ein Laut fehlt: Bot = Brot
Ein Laut wird durch einen anderen ersetzt: Hogel = Vogel
Ein Laut wird fehlerhaft gebildet: Lispeln des S- Lautes
     
Dyslexie   Störung des Lesens, Leseschwäche
     
Dyskalkulie   Störung des Rechnens, Rechenschwäche
     
Dysodie   Störung der Singstimme, besonders bei Sängern
     
Dysphagie   Störung des Schluckvorgangs
     
Dysphasie   zentrale Sprachstörung in Form eines erschwerten "Sprechen−Könnens"
Dysphonie organisch, funktionell, audiogen oder auch psychogen bedingte Störung der Stimme, die Stimme klingt mehr oder weniger heiser, rau, belegt, gepresst oder gar völlig tonlos = aphon.
     
Dyspnoe   Atemnot
     
Dyspraxie   mangelnde Fähigkeit, Körperteile bewusst und zielgerichtet zu bewegen; nicht selten und mehr oder weniger stark auch bei Kindern = Entwicklungsdyspraxie, vgl. Apraxie